Yamaha TMax, die Siebte

Der Testbericht von moto.ch Redaktor Daniele Carozza zeigt es deutlich: Der Yamaha T-Max ist mehr als nur ein Roller. Besten Dank Daniele für diesen tollen Testbericht auf moto.ch. Untenstehend könnt ihr den Originalbeitrag auf unserer Website lesen:

Mit 330‘000 verkauften Einheiten ist der TMax der mit Abstand erfolgreichste Grossroller am Markt. Damit das so bleibt, bringt Yamaha für 2020 die inzwischen siebte Generation des sportlichsten aller Maxiscooters. Test in und um Lissabon.

Seit Lancierung des TMax im Jahr 2001 brachten die Japaner mit insgesamt sechs Modellgenerationen eine drittelmillion Einheiten des sportlichen Grossrollers unters Volk, wobei satte 84 Prozent des Absatzes in Europa realisiert wurden. Interessant: Neun von zehn Käufer entscheiden sich heute für eine üppig ausgestattete Premium-Version des TMax; jüngst also für den SX und den DX.

Mehr Power, aber nicht nur

Entsprechend fällt für das Modelljahr 2020 die ursprüngliche Basis-Version weg, wobei der neue «Standard-TMax» (ab sofort für 13‘490 Franken) mit Traktionskontrolle, Leistungsmodi, Zentralständer und Smart-Key schon sehr spendabel ausgestattet ist. Neu ist der über eine Vergrösserung der Bohrung von 530 auf 562 ccm gebrachte Reihenzweizylinder. Die Spitzenleistung steigt so um 1,6 auf 47,6 PS, wobei sowohl Leistungs- wie Drehmomentkurve (max. 55,7 statt 53 Nm) die Pendants der Vorgänger-Motorisierung durchs Band leicht unter sich begraben.

Insgesamt 500 TMax-Einheiten will Yamaha Schweiz 2020 in der Schweiz absetzen. Davon 150 als Basis- (rechts) und 350 als Tech-Max-Version.

Verantwortlich hierfür sind neben dem Hubraumplus u.a. eine neue 12-Loch-Einspritzdüse, vergrösserte Einlassventile, neue Schmiedekolben, ein effizienteres Kühlsystem, ein dünnwandiger ausgelegter Auspuff sowie eine verkürzte Übersetzung. Lobenswert: Der Antrieb wurde weder grösser noch schwerer, und er schafft die Euro-5-Hürde bei um 10 Prozent reduziertem Verbrauch und reduziertem CO2-Ausstoss.

Als letztes technisches Update ist die Anpassung des Fahrwerks (Federn und Dämpfungsverhalten) an die Mehrleistung und die zwei zusätzlichen Kilo zu nennen (fahrfertig neu 218 kg).

TechMax: Das Spitzenmodell

Das 1500 Franken teurere und zwei Kilo schwerere Topmodell «TMax Tech Max» (ab Dezember für Fr. 14‘990.–) bietet auf besagter Basis aufbauend zusätzlich Extras wie Griff- und Sitzheizung, ein elektrisch verstellbares Windschild, Tempomat sowie ein einstellbares Federbein.






Wieder etwas sportlicher

Ein Kritikpunkt an den 2017er-Modellen war klar die zu brave Optik. Dem trugen die Ingenieure und Designer Rechnung, in dem sie das Heck leicht schlanker gestalteten, was in mehr Komfort für Fahrer (Abstehen) und Beifahrer (Auf- und Absteigen) münden soll. Hübsch sind schliesslich auch das neue LED-Rücklicht in T-Anordnung sowie die jetzt sauber vorne in die Seitenschalen integrierten LED-Blinker.

240 km in und um Lissabon

Grundsätzlich gilt: Der TMax 530 war bereits absolut auf der Höhe, wobei uns immer wieder erstaunte, wie viel mit diesem Gefährt, das fahrdynamisch sicher näher am Töff als am profanen Roller dran ist, drin liegt. Das hat sich auch beim neuen, unverändert piekfein verarbeiteten 560er-Modell nicht geändert, weshalb eine «Umkrempelung» des Fahrzeugkonzepts auch nicht von Nöten war. Und so brachte die 240 km lange Testfahrt in und um Lissabon nichts Revolutionäres ans Tageslicht.

Die Ergonomie ist für das breite Einsatzspektrum nach wie vor top, das leichte Handling unverändert beflügelnd, sie sanft regelnde Traktionskontrolle wie immer eine wertvolle Versicherung, die beiden Leistungsmodi «Tour» und «Sport» wurden als absolut zweckmässig bestätigt, und das ABS dürfte heute wie gestern etwas sanfter regeln.

Der Sound resultiert neu als eine Oktave knackiger, und das Fahrwerk wirkt sowohl beim Kurvenräubern wie auch auf holprigen Pflastersteinen eine Spur souveräner. Gleiches gilt für den Motor, dessen nutzbares Drehzahlband noch etwas breiter geworden zu sein scheint. Keine auf Anhieb spürbaren Verbesserungen sind beim Abstehen festzustellen. Sprich, wer unter 175 cm misst, wird beim Ampelstopp nach wie vor mit den Zehenspitzen abstehen müssen.

Der Philosophie treu geblieben

Yamaha hat den preislich nach wie vor nah an der Schmerzgrenze positionierten TMax nicht revolutioniert. Viel mehr liegt eine von sanften Retuschen flankierte technische Anpassung an neue Homologationsvorschriften vor. Der etwas schnittiger gezeichnete TMax bleibt somit der seit 2001 geltenden Zauberformel «Komfort eines Rollers gepaart mit der Dynamik eines Sporttöff» treu. Und das ist gut so.

Info: www.yamaha-motor.ch

Quelle des Beitrages Yamaha TMax, die Siebte: moto.ch.

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